0711 / 840 32 32
Kontaktformular
info@atrohr.de
Zum Inhalt springen

Dichtheitsprüfung Abwasserleitungen

Die Dichtheitsprüfung Abwasser zeigt, ob abwasserleitungen, schächte und Hausanschlüsse wirklich dicht sind. Für hausbesitzer, eigentümer und Betreiber ist sie ein wichtiger nachweis für funktionierende entwässerungsanlagen.

Wichtige Kernaussagen

  • Eine dichtheitsprüfung erkennt Undichtigkeiten früh und schützt boden, grundwasser und umwelt vor Verunreinigungen durch abwasser.

  • In deutschland gibt es keine einheitliche bundesweite Prüfpflicht für alle; aber wasserhaushaltsgesetz, whg § 60, kommunale vorgaben und Haftung sind relevant.

  • Übliche verfahren sind TV-inspektion, Luftdruckprüfung und Wasserdruckprüfung nach din en 1610, en 1610, din 1986 und din 1986 30.

  • A&T Rohrreinigungs GmbH bietet seit 1986 im Großraum Stuttgart Prüfung, Protokoll, Sanierung, 24h-Notdienst und kostenlose Kostenvoranschläge: telefon 0711 8403232.

Was ist eine Dichtheitsprüfung von Abwasserleitungen?

Die dichtheitsprüfung prüft, ob abwasserrohre, abwasserkanäle und leitungen der Grundstücksentwässerung dicht sind. Ziel ist die dichtheit: kein schmutzwasser darf in den boden austreten, und kein fremdes wasser, z. b. grundwasser, darf eindringen. Betroffen sind meist erdverlegte rohre außerhalb von gebäuden, also Grundstück, Hausanschluss, schächte und inspektionsöffnungen; innenliegende Fallleitungen stehen in der regel nicht im Fokus. Sie wird bei neubau, Bestand, nach Änderungen oder nach sanierung eingesetzt.

Rechtlicher Rahmen: WHG, DIN 1986-30 und kommunale Vorgaben

Das wasserhaushaltsgesetz § 60 WHG regelt die Dichtheit von abwasseranlagen: Errichtung, betrieb, instandhaltung und überwachung müssen ordnungsgemäß erfolgen. Die pauschale Aussage „Die Dichtheitsprüfung ist für Grundstückseigentümer gesetzlich vorgeschrieben“ gilt so nicht überall; richtig ist: bundesländern, städte und Kommunen können konkrete pflicht, fristen und regelungen festlegen, besonders in wasserschutzgebieten und schutzzonen. Die din 1986-30 empfiehlt eine Dichtheitsprüfung alle 20 Jahre; regelmäßige Prüfungen sind für bestehende Anlagen nach DIN 1986-30 fachlich erforderlich. In wasserschutzgebieten gelten oft strengere gesetzliche Fristen und häufig kürzere Prüfintervalle. Die EU-Richtlinie 91/271/EWG betrifft nur kommunale Abwasserleitungen.

Normen und Verfahren: DIN EN 1610, DIN 1986 und Dichtheitsprüfung

Die DIN EN 1610 beschreibt den europäischen Standard für Dichtheitsprüfungen und gilt für drucklose Leitungsteile außerhalb von gebäuden. Bei Neubautätigkeiten ist vor der inbetriebnahme eine Dichtheitsprüfung vorgeschrieben. Die Norm nutzt prüfverfahren mit luft oder wasser: Verfahren „L“ nutzt Luft als Prüfmedium; Verfahren „W“ verwendet Wasser zur Dichtheitsprüfung. Die DWA-A 139 ergänzt die DIN EN 1610 mit nationalen Regelungen und erlaubt nur Verfahren LC und LD bei hohem Grundwasserstand. Die DWA-M 149 beschreibt die zustandserfassung von entwässerungssystemen. Für private eigentümer zählen vor allem WHG, din 1986-30, din, regelwerke und lokale richtlinie.

Verfahren der Dichtheitsprüfung: Kamera, Wasser- und Luftdruckprüfung

In der Praxis wird oft kombiniert: Die Dichtheitsprüfung kann mit einer Kamera zur optischen Prüfung durchgeführt werden; ein optisches Prüfverfahren wird oft für bereits bestehende Leitungen verwendet. A&T dokumentiert zustand, Schäden und Messergebnisse mit moderner technik.

Optische Dichtheitsprüfung per TV-Kanalinspektion

Bei der Kamerabefahrung erfolgt die inspektion über Schacht, Revisionsöffnung oder Dachentlüftung. Vorher werden Kanälen und Rohre gereinigt. Sichtbar werden Risse, Muffenversatz, Wurzeln, Ablagerungen und Korrosion. Wichtig: Eine TV-Kanalinspektion ist häufig eine Kanalinspektion zur Zustandserfassung, aber nicht immer ein vollständiger Norm-Nachweis.

Luftdruckprüfung nach DIN EN 1610

Der Abschnitt wird mit Dichtkissen abgesperrt, dann wird druck aufgebaut. Bewertet wird der druckabfall nach Tabellen der DIN EN 1610. Bei auffälligem Verlust hilft die Kamera, die Leckstelle zu finden. Die durchführung gehört in die Hände sachkundiger Fachbetriebe mit kalibrierten Geräten.

Wasserdruckprüfung nach DIN EN 1610

Das Verfahren Wasser „W“ prüft Schächte und Inspektionsöffnungen auf Dichtheit. Die Hauptprüfung im Verfahren „W“ dauert 30 Minuten. Die zulässige Wassermenge beträgt 0,4 Liter pro Quadratmeter Schachtoberfläche; die zulässige Wassermenge während der Prüfung beträgt 0,4 Liter pro Quadratmeter. Wird dieser Wert überschritten, gilt der fall als nicht bestanden.

Ablauf einer Dichtheitsprüfung Schritt für Schritt

  1. Beratung: vorgaben, Pläne, Kommune, Normen klären.

  2. Vorbereitung: Zugänge freilegen; Arbeiten meist ohne Aufgrabung.

  3. Reinigung: Ablagerungen entfernen.

  4. Auswahl: Kamera, luft oder wasser je nach Zustand.

  5. Prüfung: Messwerte, Bilder, Protokoll.

  6. Auswertung: bestanden/nicht bestanden, maßnahmen.

  7. Besprechung: Sanierungsangebot, Versicherung, Behörde.

Typische Anlässe für eine Dichtheitsprüfung

Sinnvoll ist die Prüfung bei neubau und Abnahme vor Anschluss an die kanalisation, beim Immobilienkauf, bei Geruch, Rückstau, Feuchtigkeit, grundwasser im Schacht oder nach Kanalsanierung. Auch Gewerbe mit belastetem abwasser sollte Anlagen regelmäßig prüfen lassen.

Dichtheitsprüfung vs. Kanalinspektion – was ist der Unterschied?

Kanalinspektion bedeutet optische Sichtprüfung per Kamera. Dichtheitsprüfung bedeutet messtechnischer Nachweis der dichtheit mit Luft- oder Wasserdruck nach normen. Viele Kommunen akzeptieren für behördliche Informationen nur ein normgerechtes Protokoll, nicht nur ein Video.

Kosten einer Dichtheitsprüfung und Einflussfaktoren

Die Dichtheitsprüfung kostet zwischen 300 und 500 Euro, wenn Umfang und Zugang einfach sind; bei 10 Metern Leitungslänge sind 300 bis 500 Euro üblich. Realistisch können kosten je nach Objekt auch höher liegen. Kosten hängen von der Größe und Beschaffenheit des Grundstücks ab. Zugängliche Kanalisation kann Kosten der Prüfung senken. Einfluss haben Länge, Nennweite, Anzahl Abschnitte, Reinigung und verwendung von Druckprüfung. 20 Prozent von maximal 6.000 Euro Lohnkosten sind steuerlich absetzbar; bitte steuerlich prüfen lassen.

Was tun bei festgestellter Undichtigkeit?

Zuerst wird der Schaden lokalisiert: Riss, Muffe, Wurzeln oder Streckenschaden. Danach kommen Inliner, Kurzliner, Robotertechnik oder Austausch infrage. Nach jeder sanierung empfiehlt sich eine erneute funktionsprüfung als nachweis.

Dichtheitsprüfung mit A&T Rohrreinigungs GmbH

A&T Rohrreinigungs GmbH ist seit 1986 Fachbetrieb für Rohrreinigung, Kanalreinigung, TV-Kanalinspektion, Dichtheitsprüfung, Kanalsanierung, Inliner und Absaugarbeiten im Großraum Stuttgart, Esslingen, Ludwigsburg und Böblingen. Wir arbeiten mit umweltfreundlicher Technik, Farbkamera, Ortung und elektronischer Protokollierung. Beratung, Kostenvoranschlag und Anfahrt in der Region sind kostenfrei. Bei Rückstau und Notfällen: 24 Stunden, 365 Tage, telefon 0711 8403232.

FAQ zur Dichtheitsprüfung von Abwasserleitungen

Wie oft sollten private Abwasserleitungen geprüft werden?

Die DIN 1986-30 nennt als technische Orientierung etwa 20 Jahre für häusliche Abwasserleitungen. Lokale Fristen können abweichen.

Ist eine Dichtheitsprüfung bei jedem Hausverkauf vorgeschrieben?

Nein, nicht bundesweit. Ein aktuelles Protokoll kann aber Streit über alte Schäden vermeiden.

Übernimmt die Gebäudeversicherung die Kosten?

Oft nicht automatisch. Fragen Sie vorab Ihre Versicherung, besonders bei Gewässerschaden- oder Rückstauschutz.

Muss ich bei der Prüfung zuhause sein?

Nicht zwingend, aber sinnvoll, damit Zugänge geöffnet und Ergebnisse direkt erklärt werden können.

Woran erkenne ich seriöse Anbieter?

An Sachkunde, normgerechter Messtechnik, schriftlichem Protokoll, transparentem Angebot und regionaler Erreichbarkeit.

Mehr zum Thema: Dichtheitsprüfung · TV-Kanalinspektion · Kanalsanierung · Kanalinspektion: Ablauf & Kosten